Vermittelt, verwaltet, vergessen
Die Autorin, ehemalige Abgeordnete im Brandenburger Landtag, zieht ein Resümee aus ihren vielen Gesprächen mit Ein-Euro-Jobbern im Land Brandenburg. Nüchtern berichtet sie über Sinn und Unsinn der Fördermaßnahmen, die Überforderung der Berater,
über die der beruflichen Ausbildung nicht entsprechende Zuweisung zu Maßnahmen, die fehlende Betreuung und Begleitung, den Ersatz von Arbeitsplätzen durch kostengünstigere Ein-Euro-Jobs und die desillusionierende Arbeitsmarktferne der Maßnahmen. 27 Fallbeispiele von Frauen und Männern zwischen 28 und 58 Jahren und aus allen Berufsgruppen verstärken die Aussagen, dass in diesen Bezirken eine erfolgreiche Arbeitsvermittlung nicht vorhanden ist. - Ein Buch für alle, die sich Gedanken machen müssen über die Existenzsicherung von Bürgern und die trostlose Ineffektivität des Vermittlungssystems.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Vermittelt, verwaltet, vergessen
Esther Schröder
Dietz (2011)
189 S.
kt.