In deiner Haut
Danas Familie besteht aus ihrer Schwester, ihrem Schwager und ihrer Nichte. Aber auch die hat sie 16 Jahre lang weder gesehen noch gesprochen, nachdem sie als junge Frau ihre Heimatstadt fluchtartig verlassen hatte. Nach einem verzweifelten Hilferuf
ihrer Nichte macht sie sich sofort auf den Weg nach Hause, aber sie kommt zu spät, ihre Schwester ist an einem Nierenversagen gestorben. Alles in Black Bear ist ihr fremd und vertraut zugleich, die Natur, die Stadt und die Menschen; ihre große Liebe hat sie hier zurückgelassen und auch alle anderen Beziehungen gekappt. Dennoch begegnen die Menschen ihr freundlich, - bis sie beginnt, nach den Ursachen für Julies Tod zu forschen. Auffällig scheint ihr die hohe Zahl der Nierenkranken in der nahen Umgebung des großen Kosmetikwerkes, dass so vielen Menschen ihrer Heimatstadt Arbeit gibt. - Erst im Verlauf des Romans wird deutlich, was Dana vor so langer Zeit veranlasste, Black Bear fluchtartig zu verlassen, und auch, welche besondere Beziehung sie zu ihrer Nichte Peyton hat, die sich nach dem Tod der Mutter sehr in sich zurückzieht. Die Perspektive wechselt zwischen Dana und Peyton, und dem Roman gelingt es durchaus fesselnd, eine vielschichtige Geschichte mit umweltkritischem Hintergrund zu entwerfen. - Leichte, aber spannende und zum Nachdenken anregende Lektüre für viele Leserinnen. (Übers.: Mechthild Sandberg- Ciletti)
Ulrike Braeckevelt
rezensiert für den Borromäusverein.
In deiner Haut
Carla Buckley
Wunderlich (2013)
462 S.
kt.