Wiedersehen in Havenswalk
Vier irische Schwestern verlieren durch einen tragischen Unglücksfall ihre Eltern. Rebecca, die Älteste, bemüht sich verzweifelt, die Familie zusammenzuhalten und die jüngeren Schwestern vor dem Jugendamt zu bewahren. Unter großem persönlichem
Einsatz kümmert sie sich besonders um die traumatisierte Lauren und das Nesthäkchen Cathy. Als Cathy in die Pubertät kommt, verliebt sie sich heftig in Rebeccas Freund und wird eines Abends, benebelt von Alkohol und Drogen, mit ihm intim. Als sie merkt, dass sie schwanger ist, reißt sie von zu Hause aus, um das Glück ihrer Schwester nicht zu gefährden. Mit viel Glück baut sie sich ein neues Leben in Neuseeland auf und findet nach 15 Jahren den Mut, sich bei den Schwestern zu melden und sie zu ihrer Hochzeit einzuladen. Doch die Wunden sind nicht verheilt. - Der Roman springt geschickt zwischen Rebeccas Tagebuch, fiktiven Briefen der kleinen Cathy an ihre verstorbene Mutter und den Figuren der erzählten Gegenwart hin und her. In der zweiten Hälfte allerdings häufen sich die Längen und die Handlung flacht etwas ab. Dennoch als leichte Lektüre überall möglich. (Übers.: Mechthild Sandberg-Ciletti)
Ulrike Braeckevelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Wiedersehen in Havenswalk
Laura Elliot
Wunderlich (2011)
492 S.
fest geb.