Konstantin der Große
Gleichgültig, ob Konstantin im Traum vor der ereignishaften Schlacht an der Milvischen Brücke den sol invictus oder das Christusmonogramm gesehen hat, dieses Geschehen markiert den entscheidenden Wendepunkt für das Christentum auf dem Weg zur Staatsreligion.
Ausgehend von der Schlacht an der Milvischen Brücke vor 1700 Jahren entwerfen die Historiker in den Aufsätzen ein vielschichtiges Bild der religiösen Entwicklung Konstantins und seiner politischen Ambitionen. Sie schildern im Einzelnen die Tradition, Träume als Herrschaftslegitimierung zu nutzen, die Bildsprache der Münzen, die Bedeutung der Sonne und die Übertragung der Attribute des Sonnengottes auf den Kaiser. Weitere Themenfelder behandeln die christlichen Sakralbauten Roms unter Konstantin, die Gründung Konstantinopels, die Kämpfe zwischen dem Kaiser und Licinius, das Leben von Konstantins Mutter Helena, die kaiserliche Selbstdarstellung und seine Bedeutung in der griechischen Kirchengeschichtsschreibung. - Der prächtig illustrierte Band ist auch aufgrund der differenzierten Beschreibung und der neuesten Forschungsergebnisse jedem geschichtlich Interessierten sehr zu empfehlen.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Konstantin der Große
Kay Ehling ... (Hrsg.)
von Zabern (2011)
Sonderbände der antiken Welt
143 S. : zahlr. Ill. (überw. farb.), Kt.
fest geb.