Die Zelle
Alle Lebensformen vom Elefanten bis zur Bakterie bestehen aus Zellen, abgeschlossenen Einheiten mit Stoffwechsel, Reizempfindung und Fortpflanzung. Der Begriff "Zelle" wurde von Robert Hooke (1635-1703) geprägt, als er die winzigen Hohlräume eines
Korkstücks unter einem Mikroskop betrachte. Mit immer besseren Vergrößerungstechniken wurden auch immer feinere Strukturen bekannt und die faszinierende Mikrowelt erschlossen. Aber es geht nicht nur um die Darstellung mit höchster Auflösung, sondern um die Funktionsweise: Wie organisiert sich die Zelle, wie ist ihre Energiebilanz und warum stirbt sie irgendwann? - Ein sehr interessantes Buch mit guten Abbildungen und Grafiken, das einen Einblick in die Mikrobiologie bietet. Kapitelüberschriften wie "Zellen zeugen Zellen" oder "Leben, Tod und Unsterblichkeit" weisen auf größere Zusammenhänge hin. Das gute Bildmaterial wird durch präzise, sorgfältig formulierte Texte ergänzt - insgesamt eine Einladung zu einer Entdeckungsreise in die Welt der kleinsten Lebewesen. Ab mittleren Beständen.
Ruth Titz-Weider
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Zelle
Jack Challoner
Theiss (2016)
192 S. : überw. Ill. (überw. farb.) und graph. Darst.
fest geb.