Als Gott ein Kaninchen war

Mit neun Jahren zieht Elly mit ihrem älteren Bruder Joe und ihren Eltern aus einer englischen Kleinstadt nach Cornwall. Der Abschied von ihrer geliebten Freundin Jenny fällt ihr doppelt schwer, zumal Joe seine erste homosexuelle Liebe in Cornwall Als Gott ein Kaninchen war findet und damit als Beschützer und Vertrauter ausfällt. Nur selten haben die Eltern sich mit den Sorgen ihrer Kinder befasst, da sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern mussten, sodass Joe Ellys einziger Halt war. Joe spürt Ellys Trauer und schenkt ihr schließlich ein Kaninchen, das sie "Gott" nennt, denn es scheint das einzige Wesen zu sein, das sie wirklich liebt. Auch Jenny hat im Laufe der Jahre den Kontakt zu ihr abgebrochen ... Sarah Winman lässt ihre Protagonistin sukzessive als Kind und später als Erwachsene in der Ich-Form über ihr Leben erzählen. Die einfache, klare Sprache ist dem jeweiligen Alter der Protagonistin angepasst und verhilft dem in sich geschlossenen Plot zu seiner Dynamik. Winmans einfühlsam und realistisch gezeichnete Figuren zeichnen sich durch ihre Sensibilität sich selbst und anderen gegenüber aus. Ein tiefsinniger Roman über die Liebe und das Erwachsenwerden, mit humorvollen Auflockerungen. Lesenswert und spannend. (Übers.: Carolin Müller)

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Als Gott ein Kaninchen war

Als Gott ein Kaninchen war

Sarah Winman
Limes (2012)

382 S.
fest geb.

MedienNr.: 570848
ISBN 978-3-8090-2612-9
9783809026129
ca. 18,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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