Im Namen des Blutes
Eigentlich wollte der in den USA lebende Anwalt Antoine Demarsand nur in die Schweiz zurückkehren, um dort seine Mutter zu Grabe zu tragen. Doch dann erhält er den Brief eines renommierten Historikers, in dem behauptet wird, Demarsands verstorbener
Vater, der bislang einen blütenreinen Ruf als angesehener Banker hatte, sei im Krieg ein Nazi-Kollaborateur gewesen. Antoine und seine Geschwister wollen dies nicht glauben, und der Anwalt macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch offensichtlich will dies jemand um jeden Preis verhindern: Auf Antoine und seine Geschwister werden mehrere Anschläge verübt. Wer und was steckt dahinter - und warum ist das Geheimnis so brisant, dass auch noch nach über 50 Jahren keiner davon wissen darf und der mysteriöse Drahtzieher hinter allem auch vor Mord nicht zurückschreckt? - Ein spannender Thriller, mit gut recherchiertem historischem Hintergrund, gekonnt geschrieben. Und das ist kein Wunder, denn dem Autor liegt das Schreiben sozusagen in den Genen: Pierre Simenon ist Sohn des großen Georges Simenon, der mit seinem "Maigret" Kriminalweltliteratur geschrieben hat. Für alle Büchereien geeignet. (Übers.: K. Schatzhauser)
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Im Namen des Blutes
Pierre Simenon
Limes (2012)
477 S.
fest geb.