Willkommen im Bellweather Hotel
Das Bellweather Hotel ist ein alter Kasten, der seine besten Zeiten schon längst hinter sich hat. Aber der alljährliche Wettbewerb im November für jugendliche Nachwuchstalente ist für das Hotel der Höhepunkt des Jahres. Doch dieses Mal ist von
Anfang an alles anders. Es fängt damit an, dass der etatmäßige Leiter wegen Krankheit ausfällt; so wird es zumindest kolportiert. Dafür führt nun Viola Fabian das Regiment, und das stößt etlichen der Teilnehmer, einschließlich der begnadeten Flötistin Jill, sehr sauer auf. Ist die Fabian doch als ehrgeizige, tyrannische, skrupellose, aber auch faszinierende Person bekannt. So war beispielsweise einer der Dirigenten, Fisher Brodie, Fabian in früheren Jahren regelrecht verfallen. Es beginnen die Proben und gleich kommt es zu einem Eklat ... - Eine Geschichte voller Witz, Sarkasmus und schwarzem Humor. Es gibt mehrere Erzählstränge, die sich erst gegen Ende verbinden. Die zahlreichen Querverbindungen sind gelegentlich etwas verwirrend und verlangen schon auch aufmerksames Lesen. Aber es ist eine Geschichte mit vielen Einfällen und skurrilen Episoden. Die Beschreibung der Akteure, deren Charakter und Befindlichkeiten, ist einfach wunderbar. Ein Buch, das sich in vielen Büchereien sehr gut einsetzen lässt. (Übers.: Elfriede Peschel)
Erwin Wieser
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Willkommen im Bellweather Hotel
Kate Racculia
Limes (2015)
445 S.
fest geb.