Der stumme Zeuge

Ein kleiner Junge wird entführt, um von seinem Vater, der windige Geschäfte mit Regierungsmitgliedern macht, ein hohes Lösegeld zu erpressen. Der Vater reagiert jedoch nicht wie gewünscht, und erst Tage später wird den Entführern klar, dass sie Der stumme Zeuge das falsche Kind erwischt haben. Durch einen unvorhersehbaren Zufall wurde an diesem besonderen Tag der taubstumme Sohn des Hausmeisterpaares im Wagen des Chefs von der Schule abgeholt. Das wirft alle Pläne der Verbrecher über den Haufen. - Der Krimi spielt in Brasilien. Silvestre beschreibt mit großer emotionaler Distanz die Entführung, die Reaktion der vermeintlichen und der richtigen Eltern des entführten Jungen, die Aktionen der Täter. Er bleibt ganz dicht an den Geschehnissen, ohne Interpretationen oder moralische Deutung. Das bleibt dem Leser selbst überlassen, dem die Gedankengänge und Gefühle der Beteiligten anhand ihrer Reaktionen und Reden durchaus deutlich werden. Eine Story, die filmreife Bilder im Kopf erzeugt und ohne Verklärung von mafiösen Strukturen, Korruption, Egoismus und von der Gier nach Macht und Geld erzählt. Für Krimileser/innen in vielen Büchereien. (Übers.: Kirsten Brandt)

Ulrike Braeckevelt

Ulrike Braeckevelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Der stumme Zeuge

Der stumme Zeuge

Edney Silvestre
Limes (2016)

224 S.
fest geb.

MedienNr.: 587997
ISBN 978-3-8090-2658-7
9783809026587
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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