Allein die Angst
Callie ist eine alleinerziehende Mutter, die sich isoliert fühlt. Mit ihrem Exmann hat sie ein schwieriges Verhältnis und in ihrer Wohngegend interessiert sich niemand wirklich für sie. Nur mit Suzy, der schönen Mutter von drei Kindern, die gegenüber
wohnt, pflegt sie freundschaftlichen Kontakt. Doch fällt es Callie schwer, eine enge Freundschaft zu der Frau aufzubauen. Als Callie wieder zu arbeiten beginnt, passiert bald das Furchtbare: Ihre Tochter Rae stürzt auf dem Heimweg und muss wegen ihres schlimmen Herzfehlers ins Krankenhaus. Das geschah in der Obhut von Debs, einer scheinbar psychotischen Frau, die in derselben Straße wie Callie und Suzy wohnt. Wie konnte das passieren? Langsam reift in Callie der Verdacht, dass das Leben ihres Kindes in ernster Gefahr ist, und sie erkennt zu spät, wer ihr wirklich nach dem Leben trachtet. - Louise Millar erzählt ihren Thriller kapitelweise aus der jeweiligen Sicht einer der Frauen. Zunächst bleibt sie dabei sehr an der Oberfläche des Geschehens und erst langsam bekommt der Leser wirkliche Einblicke in das Innenleben der Personen. Die schrecklichen, unausgesprochenen Geheimnisse jeder der drei Frauen drängen aber immer mehr an die Oberfläche, und so wird das Buch von Seite zu Seite spannender. Ein ungewöhnlich geschriebener Thriller, der Lust auf weiteren Lesestoff der Autorin macht. (Übers.: Maria Andreas)
Anna Heinzle
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Allein die Angst
Louise Millar
Krüger (2012)
381 S.
kt.