Maralinga - Pfade der Träume
Maralinga, ein Wüstengebiet im Süden Australiens, wurde in den 1950er Jahren im Zuge des atomaren Wettrüstens vom britischen Militär genutzt, um eine Reihe von Atomwaffentests durchzuführen. Auf die Gesundheit der dort beschäftigen Soldaten sowie
der eingeborenen Bevölkerung wurde nur in unzureichendem Maße Rücksicht genommen. Basierend auf diesen Tatsachen hat Nunn ihren Roman konzipiert: Elizabeth, eine ehrgeizige junge Journalistin, lernt bei einer Reportage den jungen Soldaten Daniel kennen. Die beiden verlieben sich und wollen heiraten. Da wird Daniel nach Australien in die Wüste Maralinga abkommandiert. Die Hochzeit wird verschoben. In Maralinga geschehen Dinge, die Daniel sehr beunruhigen. Alle Soldaten unterliegen der strengen Geheimhaltung, dennoch schreibt Daniel seiner Verlobten über seinen Verdacht. Wenige Tage später bekommt Elizabeth die Nachricht von seinem Tod. Sie glaubt nicht an einen Unfall und macht sich couragiert auf den Weg nach Australien, um selbst die näheren Umstände zu untersuchen. Das erweist sich allerdings als schwierig. - Nunn verknüpft gekonnt die historischen Gegebenheiten und die Tragödie der Aborigines mit einer überzeugenden Liebesgeschichte. Leichte Unterhaltungslektüre, angenehm und unterhaltsam präsentiert. (Übers.: Marion Balkenhol)
Ulrike Braeckevelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Maralinga - Pfade der Träume
Judy Nunn
Krüger (2011)
506 S. : Kt.
fest geb.