Feindberührung
Spannend, was der Schauspieler (Tatort-Kommissar, bzw. Fernsehsohn von Heinz Becker) und Autor ("Kochen ist Krieg!") in seinem ersten Roman erzählt. Ermittler Grewe und Mitarbeiterin Therese ermitteln im Fall des ermordeten Veterans und früheren
Fallschirmjägers "Bomber" Rembs. Was zunächst nach dem Rachefeldzug einer Rockergruppe aussieht, stellt sich bald als Verbrechen heraus, das mit den deutschen Truppen in Afghanistan zu tun hat. Als Rahmenhandlung wird in mehreren Abschnitten ein Sprengstoffattentat beschrieben. - Grewe wird als Mensch mit Ecken und Kanten beschrieben und als solider Familienmensch. Der Roman ist gut recherchiert und (leider muss man schon fast sagen) plausibel konstruiert. Einige Szenen könnten allerdings empfindliche Leser vor den Kopf stoßen. Dennoch: Die spannende Handlung, ein sympathisches Ermittlerteam und eine gelungene Dramaturgie machen Lust auf weitere Krimis um Hauptkommissar Grewe. Für alle Büchereien.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Feindberührung
Gregor Weber
Knaus (2011)
383 S.
kt.