Wir sind immer für dich da
Anfangs verstehen sich Oles Eltern prima. Sie unternehmen viel und zu dritt bilden sie eine glückliche Familie. Später gibt es öfter Streit zwischen den Erwachsenen. Die Auseinandersetzungen sind lautstark und hässlich. Eines Tages schweigen sich
die Erwachsenen nur noch an, Ole wird zum Spielball der verfeindeten Parteien. Natürlich ist das alles für alle furchtbar traurig. Das klärende Gespräch folgt. Papa zieht aus und Ole wird an den Wochenenden bei ihm wohnen. Diese Veränderung ist nur eine von vielen, die der Kleine in der kommenden Zeit bewältigen muss. Seine Eltern helfen ihm dabei, so gut es geht, und werden durch die Trennung immer fröhlicher. Das spürt Ole und langsam findet er sich in der neuen Situation gut zurecht. Die Illustrationen sowie der Text spiegeln trefflich Oles Gefühlswelt. Kinder in ähnlicher Lage haben so die Zuversicht, dass eine Trennung keine Katastrophe bleiben muss. Auf zwei ausklappbaren Seiten am Buchende wendet sich ein Sozialpädagoge an trennungswillige Erziehende. Er gibt ihnen griffige Strategien an die Hand, wie sich Scheidungskinder trotz allem geborgen und geliebt fühlen können.
Martina Mattes
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wir sind immer für dich da
von Harriet Grundmann. Mit Bildern von Marc-Alexander Schulze
Coppenrath (2010)
[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4