Mord im Nacktschnecken-Milieu
20 Fälle von Einbruch, Raub und Mord schildert die Diplom-Biologin – so hat sie auch ihre Kapitel überschrieben. Da gibt es „Krawall im Kräuterbeet“ und „Liebe bis in den Tod“, „Brachiale Blütenbesucher“ oder „Giftmord im Holunder“.
Mit viel Humor nimmt sie sich die kleinen und größeren „Verbrechen“ im Garten vor, seien es Beeren, die ihrer Samen beraubt wurden, Vogelfutter, das geplündert wurde, oder plötzlich hängende Blütenknospen. Jeder „Fall“ wird kriminaltechnisch durchleuchtet: Wir schauen uns Tatort und Indizien an, hören Zeugen, begutachten Verdächtige und identifizieren schließlich Täter und Motiv. – Ein sehr unterhaltsames und zugleich so ganz nebenbei lehrreiches Buch, das auf wundervoll leichte und witzige Weise den Blick der Leser:innen auf die Natur, und natürlich auf die verhassten Schädlinge, in eine andere Richtung lenkt. Eine Lektüre, die Freude macht. Empfohlen für alle Bestände.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Mord im Nacktschnecken-Milieu
Elke Schwarzer
ulmer (2026)
144 Seiten : farbig
fest geb.