Little Princes
Eigentlich wollte Conor Grennan nur seine Freunde damit beeindrucken, dass er trotz eines Bürgerkriegs drei Monate ein Praktikum in einem Waisenhaus in Nepal absolviert. Doch als er erfährt, dass die Kinder dort keine Waisen sind, sondern aus ihren
Dörfern im Norden nach Kathmandu verschleppt wurden, ist er entschlossen, die Familien der ihm lieb gewonnenen Schützlinge ausfindig zu machen. Schlepper hatten den Eltern versprochen, die Kleinen für viel Geld in Sicherheit zu bringen. Doch nur wenige landeten in Waisenhäusern, viele wurden sich selbst überlassen oder "weiterverkauft". Abgesehen von den Strapazen, die ein an allen Komfort gewöhnten Amerikaner auf sich nimmt, um Kinder in ihre Familien zurückzuführen, wirbt der heute in den USA lebende Autor weiterhin Spenden für sein Projekt ein. - Auch das Autorenhonorar für dieses Buch fließt in sein Projekt ein, sodass er genau das verdient, was er sich ursprünglich erhofft hatte: Bewunderung. Gerne empfohlen!
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Little Princes
Conor Grennan
Eichborn (2011)
303 S. : Ill.
fest geb