Liebe lange leichte Tage
Endlich wieder Ferien! Dot fährt wie immer mit ihren Eltern in ihr Ferienhaus am Meer. Dieses Jahr ist sie besonders aufgeregt, vor allem auf ihren Sandkastenfreund Baltasar, der nebenan wohnt, freut sie sich. Als sie sich zu Ostern das letzte Mal
gesehen haben, hat er sie nämlich geküsst, und seitdem schicken sie sich immer wieder SMS. Ob sie jetzt endlich ganz offiziell ein Paar werden? Sie rechnet sich gute Chancen aus, besonders weil Balthasar sie sogar auf seine Klassenparty eingeladen hat. Im Ferienhaus angekommen, wartet eine Menge Arbeit auf Dot, der Garten muss für die Party hergerichtet, Essen gekocht, Getränke besorgt werden. Während des ganzen Trubels haben die beiden Jugendlichen gar keine Zeit, sich ungestört zu unterhalten, aber Dot merkt, dass Balthasar sich etwas abweisend verhält. Warum stellt sich die alte Vertrautheit zwischen den Sandkastengefährten nicht mehr her? Und warum ist plötzlich Balthasars Kumpel Nico ständig in ihrer Nähe? - Der Jugendroman erzählt vom Erwachsenwerden und der Entfremdung von alten Freunden. Wenn man sich nur ein paar Mal im Jahr sieht, bemerkt man besonders stark, wie sich der andere verändert und entwickelt hat. Zu akzeptieren, dass Vergangenes wirklich vorüber ist, ist hart, gehört aber zum Erwachsenwerden dazu. Empfehlenswert. (Übers.: Patrick Zöller)
Verena Aignesberger
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Liebe lange leichte Tage
Bodil Bredsdorff
Urachhaus (2012)
93 S.
fest geb.