Da geht noch was!

Die amerikanische Wissenschaftsredakteurin bei der "New York Times" hat in ausführlichen Gesprächen mit Dutzenden von Neurowissenschaftlern, Psychologen und Kognitionsforschern und aus wichtigen wissenschaftlichen Studien interessante neue Einsichten Da geht noch was! gewonnen über die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns im höheren Alter, d.h. vom 40. Lebensjahr an. Wer sich - auch als medizinischer Laie - durch die Fülle und den Wust der in ihrem Buch angeführten Zitate, Meinungen und gesicherten wissenschaftlichen Ergebnisse durcharbeitet, findet darin hoffnungsvolle Fakten über die Lebendigkeit der menschlichen Denkfähigkeit bis ins hohe Alter, die häufig auch überkommene falsche Ansichten widerlegen. Es wird bei der Lektüre aber ebenso klar, dass vieles in der Forschung noch im Fluss und nicht endgültig bestätigt ist. Für den Laien wird so erkennbar, wie intensiv heute in manchen medizinischen Bereichen nach neuen Zusammenhängen gesucht und geforscht wird, die das Leben des Menschen erträglicher machen könnten. Interessant sind auch die abschließenden Hinweise der Autorin, wie die Menschen ihre sozialen Systeme und ihre Berufsgewohnheiten aufgrund der angeführten neuen Einsichten in das Funktionieren der älter und damit in mancher Hinsicht gescheiter und weiser werdenden menschlichen Gehirne neu strukturieren könnten und sollten. Eine anspruchsvolle, aber durchaus auch spannende Lektüre.

Georg Bergmeier

Georg Bergmeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Da geht noch was!

Da geht noch was!

Barbara Strauch
Berlin-Verl. (2011)

268 S.
fest geb.

MedienNr.: 568018
ISBN 978-3-8270-0960-9
9783827009609
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na, Ps
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