Vier Fische
Der Strom kommt aus der Steckdose und der Fisch aus dem Supermarkt. Schon klar. Wer etwas genauer wissen will, was es mit dem Fisch aus dem Supermarkt auf sich hat, wird in Paul Greenbergs Buch unterhaltsam und fundiert informiert. Die unangenehme
Wahrheit: Der wachsende Appetit des Menschen auf Fisch führt durch Überfischung, Aquakultur und planmäßige Züchtung von Speisefischarten zu gravierenden ökologischen Problemen überall auf den Weltmeeren. Der Mensch ist dabei, die Zukunft des Meeres aufs Spiel zu setzen. Doch die Zukunft des Meeres ist die Zukunft des Menschen, auch das wird bei der Lektüre des Buches klar. Vier Meeresfische bestimmen den heutigen Markt und damit unsere Speisekarte: Lachs, Barsch, Kabeljau und Thunfisch. Dem Autor geht es um Nachhaltigkeit der Fischerei, er fordert den Schutz der Meere gegen die Gier des Menschen, damit auch künftig genügend gesunder Fisch auf den Tisch kommen kann. Dazu bedarf es nach seiner Meinung u.a. einer naturverträglichen Aquakultur, besonderen Schutzzonen und der Nutzung geeigneter Ersatzarten (z.B. Pangasius anstelle des bedrohten Kabeljaus). Greenberg ist nicht nur ein passionierter Angler und Fischereiexperte, er ist auch ein guter Erzähler. Sein leidenschaftliches Plädoyer für einen dauerhaften Frieden zwischen Mensch und Fisch hält er in einem reportagehaften Stil, der den Leser mitnimmt auf seine Reise zu den Fischfanggründen und in die Labors der Fischindustrie. Sehr empfohlen.
Vier Fische
Paul Greenberg
Berlin Verl. (2011)
311 S.
fest geb.
Auszeichnung: Sachbuch des Monats