Mann in Flammen
John Lock, Engländer um die 40, möchte dem frustrierenden Alltagstrott daheim entkommen. So fasst er einen aberwitzigen Plan: Er fährt nach Mumbai um Bibhuti Nayak, dem Inhaber einiger mehr als skurriler Weltrekorde bei seinem neuesten Hype zu assistieren.
Er soll auf dem Körper des Inders 50 Baseballschläger zertrümmern. In Mumbai angekommen wird er von Bibhuti zunächst einmal in die Geheimnisse des indischen Lebens eingeführt. Lock lernt das Land und seinen Gastgeber, aber auch sich selbst immer besser kennen und macht Erfahrungen, die seine Vorstellungen vom Leben nachhaltig verändern. - Stephan Kelman ist ein Shooting Star der Londoner Literaturszene. Mit seinem ersten Buch (Pigeon English: BP/mp 11/372) machte er Furore. Und auch sein neuer Roman zeigt seine Stärken: Eine ebenso skurrile wie fesselnde Story (wobei diese in großen Zügen auf wahren Begebenheiten beruht!), herrliche Typen, ein ebenso humorvoller wie überaus kompetenter Stil und ein authentisches Ambiente machen das Lesen dieses Romans zum reinen Vergnügen. Für alle Bestände zu empfehlen.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mann in Flammen
Stephen Kelman
Berlin-Verl. (2018)
395 S.
fest geb.