Warum die Vögel sterben
Dass in seinem Heimat tote Vögel vom Himmel fallen, bietet einem 29-jährigen Pariser Studenten die willkommene Gelegenheit, sich statt seiner Doktorarbeit der Ursachensuche zu widmen. Die Reise in die Normandie unternimmt er als jüngster Passagier
auf einem Flusskreuzfahrtschiff. Die gemächliche Reise bietet auch Gelegenheit zur Rückschau auf seine gescheiterte Beziehung und das zerrüttete Verhältnis zum Vater. Am Zielort angekommen, besucht der icherzählende Protagonist sein derzeit leer stehendes Elternhaus, spricht mit Augenzeugen und erkundet dabei auch die Geschichte eines Vorfahren, der sich als Naturwissenschaftler hervorgetan hat. Zum Ende des Buches, als es an einem anderen Ort wieder tote Vögel regnet, hat er das Rätsel zwar nicht gelöst, aber auch das Interesse daran verloren und sehnt sich nach seinem alten Pariser Leben. - Etwas langatmige und wenig spannungsgeladene Erzählung.
Dorothee Rensen
rezensiert für den Borromäusverein.
Warum die Vögel sterben
Victor Pouchet ; aus dem Französischen von Yvonne Eglinger
Berlin Verlag (2019)
188 Seiten
fest geb.