Velvet
Velvet heißt eigentlich Kitty, aber das wissen nur ihr Vater und Charlie, ihr Freund aus Kindertagen. Nachdem ihr verhasster Vater im Fluss ertrunken ist, kann Velvet endlich ein neues, unabhängiges Leben beginnen. Sie arbeitet als Wäscherin und
kommt mit viel Glück in die Feinwäscherei, wo sie für die vornehme Wäsche einer Frau Savoya zuständig ist. Als Weihnachtsgratifikation bekommt sie von dieser Karten für eine Geisterbeschwörung geschenkt und ist fasziniert. Nicht lange danach wird sie sogar als Hilfe für Frau Savoya in deren hochherrschaftlichem Haushalt eingestellt. Gemeinsam mit dem unglaublich gut aussehenden George ist sie alsbald für die Séancen mit verantwortlich, die Frau Savoya in ihrem Haus abhält. Nach und nach stellen sich trotz des unbeschwerten Lebens, das sie nun führen kann, und ihrer Schwärmerei für George Zweifel ein. Velvet muss sich entscheiden zwischen Ehrlichkeit und Wohlleben. - Mit viel historischem Hintergrund sowie Erläuterungen zur damaligen Zeit im ausführlichen Anhang, bietet der Roman fesselndes Lesefutter für interessierte, hauptsächlich weibliche Leserinnen ab 13 Jahren.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Velvet
Mary Hooper
Bloomsbury (2011)
389 S.
fest geb.