Irgendwas stimmt nicht
Gregor hat es nicht gerade leicht. Den Vater sieht er nur am Wochenende, die Mutter muss viel arbeiten und er daher oft die kleine Schwester hüten. Eines Tages begegnet er beim Babysitten auf dem Spielplatz einem Mädchen, das merkwürdig altmodisch
wirkt. Was hat sie mit der Tatsache zu tun, dass plötzlich seine Wünsche in Erfüllung gehen? Der Vater findet eine Stelle in der Heimatstadt, die ersehnte Babysitterin steht vor der Tür und Gregor selber macht eine geheimnisvolle Erbschaft, die ihn dazu veranlasst, in der Vergangenheit seines Wohnviertels zu forschen. Gibt es auf dem Spielplatz ein Zeitloch, in dem Dinge und Menschen verschwinden? Und führt diese Spur zur Lösung des Rätsels um die vor zwölf Jahren spurlos verschwundene Ilonka, das Mädchen mit den zwei verschiedenfarbigen Augen? - Martina Wildners grundlegendes Thema ist das Aufeinandertreffen von Parallelwelten, dem sie in ihrem neuen Kinderroman einen Hauch von Wissenschaftlichkeit verleiht. Gregor stößt bei seinen Recherchen über den Verbleib zweier verschwundener Mädchen auf einen dubiosen Erfinder, der sich in sein Leben drängt. Daraus bezieht die Geschichte eine beständig steigende Spannung, bei der der Leser zunehmend den Überblick verliert, was Realität und was Erfindung ist. Eine weitere Stärke des Buches sind die aus dem Leben gegriffenen Dialoge und Schilderungen, die diese Wirkung noch verstärken. Dieses Buch wird alle Fans fantastischer, aber auch gruseliger Geschichten faszinieren.
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Irgendwas stimmt nicht
Martina Wildner
Bloomsbury (2012)
237 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 12