Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein
Basierend auf Labor- und Feldexperimenten untersucht der Verhaltensökonom unser Verhalten im Ringen zwischen gut und eigennützig und zeigt, warum wir oft im Widerspruch zu unseren Wertvorstellungen handeln und das egoistische Tun entschuldigen. Viele
Beispiele verdeutlichen den Wunsch nach Anerkennung, aber auch den Selbstbetrug durch selektive Erinnerung, Nichtwissen, Vermeidung von Handlungsoptionen und Erfinden von Geschichten. Beeinflusst wird unser prosoziales Verhalten auch durch Stimmungen, Emotionen und Gefühle wie Neid und durch die Kooperationsbereitschaft im Spannungsverhältnis von Eigen- und Gruppeninteressen, während in Organisationen und Märkten die Verantwortung diffus ist, was dazu führt, dass z.B. beim Einkaufen die eigene Verantwortung reduziert wird. Das Buch schließt mit Hinweisen, was getan werden kann, um unser Verhalten im Sinne des Gemeinwohls zu ändern und bessere Entscheidungen zu treffen. Viele erhellende Beispiele.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein
Armin Falk
Siedler Verlag (2022)
334 Seiten
fest geb.