Morgen
Es geht nicht darum, wie Menschen ihr Morgenwerk bewältigen, die Kinder für die Schule abfertigen oder Autofahrer sich im morgendlichen Stau der Moderation des Rundfunks anvertrauen. Nicht solche alltäglichen Fallstudien interessieren hier. Ein
anderer Lehrer der Meditation, Jörg Zink, sagte einmal: "Der Anfang des Tages ist die Stelle, an der du die Ewigkeit berührst. Und dieser Anfang sollte uns gehören". Darum geht es auch dem erfahrenen Theologen und Seelsorger Alex Stock, der mit dieser Sammlung vielfältiger Gedanken dem Anfang des Tages ein besonderes Gesicht gibt. Alte christliche Poetik, nebeneinander aus katholischen und evangelischen Quellen (Gotteslob und Evangelisches Gesangbuch) und viele neue Gedanken unserer Zeit strahlen wie ein vielfarbiges Morgenrot und bringen das Lob Gottes in der ganzen Breite zur Entfaltung. Es ist durch die zitierten Texte und die gut lesbaren Ausführungen des Verfassers im besten Sinn ein erbauliches Buch, das man gerne schon am frühen Morgen in die Hand nimmt und sich bald den einen oder anderen Gedanken oder die eine oder andere Lied- oder Gedichtstrophe besonders zu eigen macht, um damit den Tag zu beginnen.
Armin Jetter
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Morgen
Alex Stock
EOS (2016)
Spuren
167 S.
fest geb.