Alles, was vielleicht für immer ist
Ben ist gefühlsmäßig ein Schnellzug, der alle überrollt. Rebecca eher ein Bummelzug, der für alles etwas länger braucht. Während es Ben leicht fällt, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen, kann sich Rebecca nicht merken, wie ihre langjährigen
Nachbarn heißen. Sie sind völlig unterschiedlich und verlieben sich doch ineinander. Und alles könnte schön sein, wäre da nicht diese eine Sache, die Ben Rebecca verschweigt, die sie aber dennoch erfährt. Die Folge ist eine Trennung, unter der beide leiden und die aufgrund verschiedener Missverständnisse unüberwindbar scheint. Abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt, erlebt der Leser hautnah mit, wie wichtig es in einer Beziehung ist, sich zu öffnen und sich auszusprechen. Da beide Seiten gleichermaßen zu Wort kommen, möchte man als Leser immer wieder vermittelnd eingreifen und abwechselnd mal Ben dann wieder Rebecca aus ihrem Kokon aus Trauer, Wut und Selbstmitleid ziehen. Dies ist der zweite Roman des Autorenduos Tait und Rice, das in London lebt und am liebsten in Bars an neuen Büchern arbeitet. Ein leichter Liebesschmöker, der in allen Beständen Leser findet.(Übers.: Marion Herbert)
Barbara Dorn
rezensiert für den Borromäusverein.
Alles, was vielleicht für immer ist
Laura Tait & Jimmy Rice
DuMont (2016)
419, XI S.
kt.