Red flags, green flags
Toxisches Verhalten wird heute schnell attestiert, wenn es zwischenmenschliche Probleme gibt. Doch nicht immer stecken dahinter böse Absichten, nicht immer ist ein Abbruch der Beziehungen die einzige Lösungsmöglichkeit. Der Organisationspsychologe,
Unternehmensberater und Coach Dr. Ali Fenwick, der auch erfolgreiche englischsprachige Social-Media-Kanäle betreibt, arbeitet in seinem Ratgeber Kriterien heraus, an denen man in unterschiedlichen Situationen jeweils frühzeitig toxische Verhaltensweisen in Familie, Freundeskreis, Beruf, beim Dating oder in der Partnerschaft erkennen kann (Red Flags) – oder wo man sich sogar selbst destruktiv verhält – und welche Verhaltensweisen positiv oder konstruktiv sind (Green Flags), und wie man bei den Red Flags auf eine Veränderung hinwirken kann. Die 24 auf die genannten Lebensbereiche verteilten Kapitel sind unabhängig voneinander lesbar. Innerhalb der einzelnen Kapitel wiederholen sich durch Zusammenfassungen und Auflistungen die Aussagen mehrfach. Wen das nicht stört, dem kann das Buch Orientierung bei der Einschätzung zahlreicher zwischenmenschlicher Probleme und entsprechende Lösungsansätze bieten. Aus katholischer Sicht ist noch anzumerken, dass der Autor in unverbindlichen Sexualkontakten und "nicht-monogamen Beziehungen" kein Problem sieht, soweit alle Partner:innen damit einverstanden sind. Ab mittleren Beständen empfehlenswert.
Monika Graf
rezensiert für den Borromäusverein.
Red flags, green flags
Ali Fenwick ; aus dem Englischen von Monika Köpfer
DuMont (2025)
364 Seiten
kt.