Hotel Portofino

Mitte der 1920er Jahre versuchen Bella und Cecil, mit dem Kauf eines Hotels in dem Ort in Italien, in dem sie einst ihre Hochzeitsreise verbracht haben, ihre brüchige Ehe zu kitten. Hier ermöglichen sie ihren britischen Landsleuten der Upper-Class Hotel Portofino einen gelungenen Urlaub. Während Bella und ihre missmutige Tochter Alice sich für den Erfolg des Hotels einsetzen, kümmert sich Cecil nur um seine Erfolge bei Frauen und im Spiel. Der im Ersten Weltkrieg schwerverwundete Sohn Lucian lindert sein Leiden mit der Malerei. Um die familiären Schulden zu tilgen, hofft Bella, dass Lucian die Tochter der betuchten ehemaligen Geliebten ihres Mannes - beide Frauen haben in ihrem Hotel Logis genommen - heiraten wird. Doch Bella hat auch andere Sorgen: ihre Liebesbriefe an einen anderen Mann fallen in die Hände des faschistischen Portofiner Bürgermeisters, der sie damit zu erpressen versucht. O'Connell beschreibt den Faschismus der 1920er Jahre in Italien ebenso treffend wie die Emanzipation der Protagonistin. Ein im traditionellen Erzählstil geschriebener Roman, der nicht nur die Upper Class der Zeit realistisch in den Fokus nimmt, sondern auch die weniger betuchten Schichten der damaligen Gesellschaft.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Hotel Portofino

Hotel Portofino

JP O'Connell ; aus dem Englischen von Eva Kemper
DuMont (2022)

383 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 610160
ISBN 978-3-8321-8206-9
9783832182069
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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