Die Eisläuferin

Die nicht namentlich genannte Regierungschefin einer westlichen Industrienation, die sich aber eindeutig als die deutsche Bundeskanzlerin identifizieren lässt, will endlich einmal mit ihrem Mann unbeobachtet Urlaub machen und beschließt, dies durch Die Eisläuferin eine Fahrt in der Transsibirischen Eisenbahn zu realisieren. Und tatsächlich gelingt den beiden der klammheimliche Aufbruch. In Omsk geschieht dann das Unglück: der Regierungschefin fällt das Bahnhofsschild auf den Kopf und sie kann sich fortan an die letzten zwanzig Jahre ihres Lebens nicht erinnern. Außerdem verliert sie jede Nacht ihr Gedächtnis für das, was am Tag zuvor geschah. Die Regierung versucht natürlich, dies zu verheimlichen und so entstehen in der Folgezeit aberwitzige politische Zusammenkünfte und Begegnungen mit dem Volk. Parallel dazu versucht ein Therapeut, durch das Wecken von Emotionen das Gedächtnis der Kanzlerin wieder zurückzuholen und verleitet sie zum Pfirsichessen, Motorradfahren und Eiskunstlaufen. Die Geschichte, die an einigen Stellen unlogisch ist und leider recht oberflächlich bleibt, wird von der Schauspielerin Maren Kroymann angenehm und gut verfolgbar gelesen.

Gabriele Güterbock-Rottkord

Gabriele Güterbock-Rottkord

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Eisläuferin

Die Eisläuferin

Katharina Münk. Gesprochen von Maren Kroymann
Jumbo (2012)

Goya Lit
3 CDs
CD

MedienNr.: 360203
ISBN 978-3-8337-2896-9
9783833728969
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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