Brand
In seinem Debütroman erzählt Henning Ziebritzki, Theologe und preisgekrönter Lyriker, vom Leben auf dem Dorf in Niedersachsen. Elf miteinander verbundene Geschichten bringen dieses Leben nahe. Der behinderte Junge August, die Bewunderung des Grundschulkindes
für seine Lehrerin, Erntefest, Panzermanöver, Obst einkochen, das erste Schießen beim Fest, der sogenannte "Schweineritt" eines Mädchens, schließlich die schwere Demenz der Mutter, die zum Pflegefall wird. Mit einer besonderen, ausdrucksvollen Sprache, der man den Lyriker anmerkt, lässt der Autor seinen namenlosen Ich-Erzähler die Bilder des Dorflebens erstehen. Doch muss der Leser eine solche Sprache, die ein wenig aus der Zeit gefallen scheint, auch mögen. Büchereien mit entsprechend interessierten Leserinnen und Lesern gerne empfohlen.
Wilfried Funke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Brand
Henning Ziebritzki
Wallstein Verlag (2025)
141 Seiten
fest geb.