Aus dem Dachfenster die Wolken sehen

„Wie es sich anfühlt, bald 30 zu sein“ – darüber schreibt die Ich-Erzählerin, eine junge Schriftstellerin, die als Broterwerb in einem Café jobbt. Dabei sammelt sie beobachtend Fragmente anderer Lebensentwürfe. Viele ihrer früheren Kommiliton:innen Aus dem Dachfenster die Wolken sehen posten glückliche Hochzeitsfotos und niedliche Babygesichter. So stellt sich für sie auch zunehmend drängend die Frage, wie sie leben möchte – beruflich und privat. Feste Bindung, Kind ja oder nein, erfolgreich ein Buch veröffentlichen? Ist ein erfülltes Leben überhaupt möglich angesichts der Weltkrisen? Und was erfüllt mich überhaupt? „Auf irgendwas muss man doch hinarbeiten. Warum? Weil der Kapitalismus das sagt? Oder unsere Eltern?“ Lethargisch geht sie ihrem Job nach, ohne sich wirklich entscheiden zu können. Als ihre ältere Schwester sich trennt und mit „Kind und Kegel“ vor ihrer Tür steht, kommt Bewegung in ihre Lebensplanung. – Der Roman beschäftigt sich mit der Frage, wie Wünsche und Lebensplanungen Wirklichkeit werden können. Was realistisch ist und was nur Träumerei? Wie viel Zeit für Carearbeit und Toleranz ist nötig für sich als Frau und gegenüber den anderen? Die reduzierte, schlaglichtartige Erzählweise entwickelt mehr und mehr Sog. Behutsam, feministisch, lebensecht und überzeugend!

Aus dem Dachfenster die Wolken sehen

Aus dem Dachfenster die Wolken sehen

Selene Mariani
Wallstein Verlag (2026)

189 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 625392
ISBN 978-3-8353-6091-4
9783835360914
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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