Hoffnung und Geschichte
Die häufig gestellte Frage nach der Zukunft der Menschheit veranlasst den Autor in Auseinandersetzung mit Kant, Ernst Bloch, Teilhard de Chardin und anderen die Begriffe Hoffnung und Geschichte näher zu untersuchen und die Fragen zu stellen, ob die
Hoffnung des Menschen "im Feld der Geschichte gestillt werden kann" oder ob die Geschichte keinen Grund zur Hoffnung gibt. Die verschiedenen Zukunftsvorstellungen z.B. der idealistischen Fortschrittsphilosophie, der evolutionären Kosmologie oder des Marxismus können dazu keinen entscheidenden Beitrag leisten, da sie ihre Hoffnung auf das "im Hiesigen Realisierbare" richten. Über die innergeschichtliche Zukunftserwartung führt der Autor hinaus zur endgültigen Erfüllung der Hoffnung jenseits des Todes, wie sie in der Theologie des Christentums verankert ist. Nicht nur für philosophisch interessierte Leserinnen und Leser ist diese Untersuchung von bleibender Aktualität.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Hoffnung und Geschichte
Josef Pieper
Topos plus (2013)
Topos-Taschenbücher ; 837
92 S.
kt.