Tambo
Tambo ist frustriert: er ist der kleinste Elefant, darf nicht mit den anderen in den Fluss und fühlt sich ausgeschlossen. Sein Freund, der Vogel, erzählt ihm von Mahima, der tapferen Anführerin der Elefanten, die einen hungrigen Tiger vertrieben
hat, indem sie ihn mit Melonen beworfen hat. So eine Heldentat könnte Tambo endlich Ansehen verschaffen und er lädt alle Elefanten nach Sonnenuntergang zur Lichtung ein. Er hat einen Stapel Melonen als Munition vorbereitet, doch alles umsonst, denn weder die Zuschauer noch der Tiger kommen. Tambo ist enttäuscht, doch als er zur Herde zurückkommt, wartet eine Überraschung auf ihn. Er hat eine Schwester bekommen, die viel kleiner ist als er. Tambo gibt ihr den Namen Mahima und freut sich, dass er endlich zu den Großen gehört. Jetzt kann er sich spannenden Abenteuern stellen. - Das großformatige Bilderbuch mit knappem Text besticht vor allem durch die liebevollen Illustrationen in warmen Farben und eignet sich gut zum Vorlesen. Einziges Manko der Geschichte ist, dass Tambo von der Ankunft seiner Schwester völlig überrascht wird, das ist für Menschenkinder heute doch eher ungewöhnlich. Für alle Bestände gern empfohlen.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Tambo
Stephanie Schneider ; Henrike Wilson
Gerstenberg (2013)
[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4