Mikas Himmel
Alle sind dabei, als Mika ihren letzten Atemzug tut. Die Familie beerdigt das Tier im Garten und verbringt den Tag in gemeinsamer Trauer. Der kleine Bruder stellt viele Fragen, auf die es keine Antworten gibt, aber das gemeinsame Nachdenken bringt
die Familie ihrem verstorbenen Tier nahe. - Wenn ein Haustier stirbt, ist das für die jüngsten Familienmitglieder oft ein Schock, denn meistens ist es ja die erste Begegnung mit dem Tod. Auch ist es für die Älteren schwer, nach Antworten auf die Fragen der Kleinen zu suchen: Wo ist das Tier jetzt? Ist es in einer neuen Welt? Sieht es uns, freut es sich mit uns? Dieses Kinderbuch widmet sich in sehr sensibler Weise dem Thema, ohne Pathos und ohne Kitsch. Allein schon die gut durchdachte Gestaltung sorgt für eine authentische Wiedergabe der Gefühlslage: schwarze Seiten mit dunkler Schrift zeigen die Unmittelbarkeit des Todes. Aus dem Schwarz erwächst die Kontur des Tiers; mit der Aufhellung der Seiten gehen die Erinnerungen an Mika einher, bis alle ahnen, dass sie im Familien-Gedächtnis weiterleben wird. Auch der kurze Text-Block auf jeder Seite bildet das Geschehen fast greifbar ab und widmet sich den klugen Fragen des Kindes. Vorstellbar ist, dass beim Betrachten des Buches Tränen fließen werden. Aber wie hilfreich es sein kann, durch ein besonders schönes Bilderbuch sich seinen Fragen zu Tod und Leben stellen zu können, werden alle Betrachter und Leser erfahren.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Mikas Himmel
Bibi Dumon Tak ; Annemarie van Haeringen
Gerstenberg (2017)
[12] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5