Igalus
Vor vielen Jahren, in der sogenannten "Sauseschrittzeit", hatte keines der Tiere Zeit, den Müll aufzusammeln. Während alle geschäftig umherhetzten, war der Igel Igalus der Einzige, der den Wald, die Berge und das Meer vom Müll befreite, indem er
ihn auf seinen Stacheln aufspießte. Für einen einzigen Igel war das zu viel und bald fiel er vor Erschöpfung in den Winterschlaf. Erst da erkannten die Tiere, welche Pionierarbeit Igalus geleistet hatte. Während er schlief, übernahmen sie seine Aufgabe. Eingebettet ist diese Geschichte in die Rahmenhandlung einer Igelfamilie, die es sich in ihrem Bau gemütlich macht und Opas Erzählung aus alten Zeiten lauscht. Das familiäre Treiben ist eine schöne Einführung für die jungen Zuhörer:innen, die kurz darauf mit der dramatischen Müll-Situation konfrontiert werden. – Auch wenn die Geschichte selbst nicht ganz stimmig ist und einige Fragen offen bleiben (die die Kinder aber sicherlich stellen werden!), gibt dieses Bilderbuch aber einen guten Anstoß, über Naturschutz zu sprechen. Die seitenfüllenden Bilder schildern in fröhlichen Farben das Treiben der Tiere. Es sind grell kolorierte Fotografien von Wald und Flur, in die sich die kleinen Wesen mit ihren Utensilien einschreiben. Da wird dem Auge viel geboten und in dieser frohen Stimmung kann überlegt werden, was jeder von uns tun kann, um die Natur zu schützen. Ein "Augenöffner" für kleine Kinder also, dessen ernste Botschaft ankommen wird!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Igalus
Marije Tolman ; aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Gerstenberg (2024)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4