Am Ende der Welt
Vera lebt in Russland am Ende der Welt, möchte Kapitänin werden und träumt davon, einen Freund zu haben, mit dem sie mit ihrem Hund spazieren gehen kann, zusammen Computer spielen und ein magisches Fenster mit schönen Gegenständen bauen kann.
Abends am Strand leuchtet sie mit ihrer Taschenlampe Morsezeichen: Hallo, ich bin Vera. Und auch wenn Mama sagt, die Taschenlampe sei zu schwach, kommt diesmal doch eine Antwort: Hallo, ich bin Lucas. Lucas ist in Chile ans Ende der Welt gezogen, möchte später Paläontologe werden und träumt davon, Freunde in der neuen Heimat zu haben, mit denen er Fußball spielen, auf Bäume klettern und Computer spielen kann. Abends am Strand leuchtet er mit seiner Taschenlampe Morsezeichen: Hallo, ich bin Lucas. Und obwohl er weiß, dass das Licht unmöglich am anderen Ufer ankommen kann, kommt diesmal eine Antwort: Hallo, ich bin Vera. – Dieses Wendebuch ist besonders: Wir können es von beiden Seiten lesen. In der Mitte treffen die Geschichten ganz ohne Text und sehr raffiniert illustriert aufeinander. Anna Desnitskaya gelingt es in diesem Buch zwei getrennte Geschichten durch die Illustrationen und den Text zu verbinden und behandelt das Thema Einsamkeit dadurch auf eine sehr feinfühlige Art und Weise.
Ulla Hittmeyer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Am Ende der Welt
Anna Desnitskaya ; aus dem Russischen von Thomas Weiler
Gerstenberg (2025)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8