Als Gott ein Kaninchen war
Als Kind wächst Elly in einer leicht exzentrischen und sehr liebevollen britischen Familie auf. Eine besondere Beziehung verbindet sie mit ihrem fünf Jahre älteren Bruder Joe. Nach und nach verlieren beide ihre kindliche Unschuld und werden mit
dem konfrontiert, was allgemein als Sünde bezeichnet wird - Joes homoerotische Neigungen, die Pädophilie eines alten Freundes der Familie, Selbstmord und der Verlust bester Freunde. Joe schenkt seiner Schwester ein Kaninchen als echten Freund, sie nennt es Gott und muss mit ansehen, wie es überfahren wird. Doch Gott ist nicht tot, das Kaninchen taucht in entscheidenden Momenten wieder auf - und tragische Momente wenden sich zum Guten. Dabei machen alle schmerzhafte Erfahrungen, die sie dank ihrem Rückhalt aneinander überwinden. Elly und Joe wachsen daran im besten Sinne des Wortes, bis sie am Ende sich und ihre Freunde so akzeptieren, wie sie sind. Die warmherzige und emotional dichte Geschichte hat wenig äußere Handlung, dafür aber jede Menge innere, die entsprechend Interessierte mit Spannung verfolgen können. Für ein psychologisch interessiertes Publikum zu empfehlen.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Als Gott ein Kaninchen war
Sarah Winman. Gelesen von Julia Jentsch
Random House Audio (2012)
5 CDs
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