Das Haus ohne Männer
Mitten in Paris hat die 75-jährige ehemalige Ballerina Celestina in ihrem Haus eine Frauen-WG eingerichtet. In den restlichen Etagen wohnen Simone, die von einem Mann bitter enttäuscht wurde; Rosalie, die noch immer ihrem unerfüllten Kinderwunsch
nachtrauert; Giuseppina, die nur hier so sein darf wie sie ist und Carla, die im Haus auch ihr Yogastudio hat. Sonntags ist Jour fix bei Celestina, die sich kaum von ihrer Vergangenheit lösen kann und mit ihrem Alter hadert. Ihre vier Mitbewohnerinnen hoffen, dass alles so bleibt wie es ist. Dann aber reist Carla nach Indien und setzt damit tiefgreifende Veränderungen in Gang. Denn während ihrer Abwesenheit wohnt in Carlas Wohnung die junge Schauspielerin Juliette. Und Juliette will nicht zölibatär leben und stellt damit die Lebensform "ohne Männer" in Frage. Es ist sehr berührend zu hören, wie Katrin Fröhlich die einzelnen Schicksale der Frauen vertont, Veränderungen andeutet und den etwas dramatischen Schluss folgerichtig erscheinen lässt. Die CD kann für interessierte Hörerinnen in Büchereien mit etwas größerem Bestand eingestellt werden.
Leoni Heister
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Haus ohne Männer
Karine Lambert. Gelesen von Katrin Fröhlich
Random House Audio (2017)
4 CD (ca. 280 Min.)
CD