Nachbarinnen

Nachbarn kann man sich nicht immer aussuchen und man muss sehen, wie man mit ihnen klarkommt. Im vorliegenden leicht lesbaren Roman begegnen die Lesenden vier Frauen in einem Berliner Mietshaus Nähe Hasenheide. Da ist die fast 60-jährige Vera, die Nachbarinnen sich nach einem Schlaganfall liebevoll um ihren Mann Reinhold kümmert. Sie trauert ihrem alten geselligen Leben nach und meistert trotzdem die alltäglichen Herausforderungen der häuslichen Pflege. Außerdem Jenny, Mitte 30, mit ihrem sehnlichen Kinderwunsch, den ihr Partner scheinbar nicht so verbissen teilt. Dann die praktische Tanja, die als alleinerziehende Mutter mit drei Kindern Arbeit und Studium scheinbar auf die Reihe kriegt. Und die überbehütende Frederike mit ihrem kränkelnden Kleinkind in unglücklicher Ehe. Diese vier unterschiedlichen Frauen nähern sich zögerlich an und teilen mal mehr, mal weniger ihre Sorgen und Nöte. Alle haben dabei ihr Päckchen zu tragen, von Brustkrebs, Borderline, Suizidgedanken bis hin zum Verlust des Partners wird das alltägliche Leben mit seinen Herausforderungen gespiegelt. Dabei auch immer die Liebe mit ihren Höhen und Tiefen im Blick, die im Mietshaus zu verletzenden Verwicklungen führt. Denn manchmal wissen die Nachbarn mehr über einen als frau selbst! – Mit den wechselnden Perspektiven werden die Frauen mit ihren Lebensentwürfen und Herausforderungen schnell nahbar und doch bleibt die Geschichte manchmal im Belanglosen mit zu viel konstruiertem Drama stecken. Leichte Frauenlektüre über Frauenleben mit gebündelten Krisen.

Nachbarinnen

Nachbarinnen

Ella Danz
Gmeiner (2024)

313 Seiten
kt.

MedienNr.: 620285
ISBN 978-3-8392-0743-7
9783839207437
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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