Marina
Bei seinen Spaziergängen durch Barcelona während der Freistunden im Internat lernt Oskar Drais das Mädchen Marina und deren Vater Germán kennen. Er ist bis zur Besessenheit fasziniert von den beiden und nimmt immer mehr an ihrem Schicksal teil,
verliebt sich in das Mädchen. Von Anfang an begleitet sie der Tod, materialisiert durch eine geheimnisvolle Gestalt, Verwesungsgeruch und eine surreale Geschichte um Michail Kolwenik, einen Entwickler orthopädischer Hilfsmittel. Kolwenik hat angeblich den Tod durch ein Elixier überwunden und damit seine Seele verkauft. Am Ende holt sich der Tod dann doch diejenigen, die ihm zugedacht sind. Und dennoch triumphiert das Leben in Form der Aufzeichnungen dieser meisterhaft erzählten und spannenden Geschichte. Sie enthält Fantasy-Elemente der besonderen Art, die mit den inneren Bildern des Erzählers verknüpft sind. Und sie ergeben dadurch einen tieferen Sinn für die reale Geschichte um Oskar und die todkranke Marina. Sehr empfehlenswert.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Marina
Carlos Ruiz Zafón. Andreas Pietschmann liest
Argon (2011)
Argon Hörbuch
6 CDs
CD