Das Gespenst von Canterville
"Das Gespenst von Canterville" war die erste Erzählung, die Oscar Wilde veröffentlichte - im Jahr 1887. Er schildert darin die Geschichte der amerikanischen Familie Otis, die trotz der Warnungen vor dem Gespenst von Sir Simon Canterville, der 300
Jahre zuvor seine Frau ermordete, das Schloss kauft. Obwohl sich gleich nach ihrem Einzug ein unentfernbarer Blutfleck zeigt und sich ein Poltergeist bemerkbar macht, lässt sich die Familie nicht aus der Ruhe bringen, setzt amerikanische Reinigungsmittel ein und empfiehlt dem Geist außerdem Schmier- und Schmerzmittel. Obwohl das Gespenst all seine Künste einsetzt, gelingt es ihm nicht, die Familie zu erschrecken. Erst die Tochter der Familie hat Mitleid mit ihm und es gelingt ihr durch Gebete, ihn zu einem Schuldeingeständnis zu bewegen und dadurch zu erlösen. Christian Brückner liest die Erzählung ruhig und angenehm vor, das "Wilde Jazzorchester" von Martin Ludwig Auer und Rüdiger Ruppert steuert fantastischen jazzigen Sound bei. So ist eine modern interpretierte Version der klassischen Gespenstergeschichte entstanden, die für die ganze Familie geeignet ist.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Gespenst von Canterville
Oscar Wilde ; Christian Brückner & das wilde Jazzorchester
sauerländer audio (2024)
1 CD (circa 81 min)
CD
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9