Off road kids
"Anstrengung ist nicht mein Ding", ruft Koichi seinen Freunden zu. Schule, Fußball und alle Bequemlichkeiten der japanischen Wohlstandsgesellschaft sind für ihn selbstverständlich. Dann lernt er das Elend der obdachlosen Straßenkinder auf den Philippinen,
in Vietnam und Afghanistan kennen, als er seinen sozial engagierten Vater (Arzt) begleitet. Zuerst erfüllt ihn das Leben der Kinder auf Abfallhaufen und deren Nahrungssuche im Müll mit Ekel, doch mit der Zeit entwickelt er Empathie und fühlt mit den Straßenkindern. Der Autor zeigt anhand der Geschichte je eines der Kinder in den drei Ländern die Gefahren, existentiellen Sorgen und auch echten Freundschaften innerhalb der Kindergangs. Koichi lernt dabei auch sein eigenes privilegiertes Leben zu schätzen. Und er erkennt, dass er diese Privilegien nicht durch Faulheit aufs Spiel setzen darf. Dieser Band hat ein mangauntypisches Thema in mangatypischem Stil aufbereitet. Er kann schon älteren Kindern empfohlen werden, die vielleicht weniger als leseerfahrene Jugendliche über die sehr plakativen Botschaften und die anspruchslose Grafik stolpern werden. Kann problemlos überall eingestellt werden.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Off road kids
Akira Himekawa
Tokyopop (2011)
187 S. : überw. Ill.
kt.