Ein wirklich schlimmer Sommer
Die Titelgeschichte handelt von einem jungen Mädchen, das zu ihrem Onkel in Ferien fährt, während ihre Eltern die Scheidung regeln wollen. Dort wohnt auch Nagil, eine Junge aus einer ebenfalls zerrütteten Familie. Nagil lehnt zunächst alle Kontaktversuche
ab und die Mangaka zeigt, wie zerrüttete Familienverhältnisse die Seelen der Kinder schädigen, Liebe und Zuneigung heilsam wirken. Die zweite Geschichte handelt von einer Gruppe Jugendlicher, die sich in einem angeblichen Geisterhaus verirren. Und in der dritten wächst die Liebe zwischen einer guten Schülerin und ihrem Nachhilfeschüler. Alle drei Mangas sprechen vor allem Jugendliche in frühem Alter an. Die mangatypischen Elemente - starkes Fokussieren auf Bilddetails - treten oft in den Vordergrund und erschweren für nicht geübte Leser, der Geschichte zu folgen. Da dieser Band relativ junge Leser anspricht (ab ca. 13 Jahren) sind entsprechende Kompetenzen vermutlich weniger zu finden. Die Themen werden vor allem junge Mädchen ansprechen. Allenfalls einzustellen, wenn eine entsprechende Zielgruppe zum Nutzerkreis gehört.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Ein wirklich schlimmer Sommer
Chiyori
Tokyopop (2015)
187 S. : überw. Ill.
kt.