Werden, was ich bin
Der Wiener Pastoraltheologe Paul M. Zulehner hat Texte zusammengestellt v.a. von alten Meistern des spirituellen Lebens: Augustinus, Teresa von Ávila, Meister Eckhart, Johannes Tauler und Meister der Weltreligionen (alt- und neutestamentliche Schreiber,
Suren des Koran, buddhistische Autoren), aber auch einige Texte von modernen Heiligen (Mutter Teresa von Kalkutta ...), Poetinnen (Rose Ausländer, Hilde Domin), Dichtern (Brecht, Rilke) und spirituell begabten Zeitgenossen (Karl Rahner, Kurt Marti etc.). So ist ein Lesebuch entstanden, dessen Texte von einem zeitlosen Wissen von Gott und den Menschen zeugen, von ihrem Werben umeinander, von der notwendigen Ruhe und heiligen Stille, um diesen Aufgaben näherzukommen und mit den Augen und Ohren des Herzens sehen und hören zu lernen. Der Herausgeber dieser anspruchsvollen Anthologie bilanziert den beabsichtigten Weg: "Steig auf dem Weg der Abgeschiedenheit und der Gelassenheit hinab in die Tiefen deines Seinsgrundes, indem du die sterilen Hüllen und Schalen deines kleinen Ich durchbrichst." Eine Anregung für jeden, der ein solches Ziel anstrebt. - Auch wertvoll für manche Bücherei.
Georg Bergmeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Werden, was ich bin
zsgest. von Paul M. Zulehner
Patmos (2012)
159 S.
fest geb.