Der japanische Liebhaber
Alma Belasco, eine reiche alte Dame, hat sich als Künstlerin und Mäzenin einen Namen gemacht und gehört zur High Society San Franciscos. Nun lebt sie im Seniorenheim Lake House, wo sie sich mit der Pflegerin Irina anfreundet. Auch Almas Enkel findet
Gefallen an der jungen, geheimnisvollen Frau. Doch auch Alma hütet ein Geheimnis, dem die beiden jungen Leute gerne auf den Grund gehen würden. Dabei entdecken sie die Familiengeschichte der Belasco. Auf mehreren Handlungsebenen und in Rückblicken enthüllt sich das Leben des Mädchens Alma, das vor den Nazis flüchten musste. Eine lebenslange Liebe, eine ebenso lange Freundschaft und ganz viel Schicksal spielen dabei eine große Rolle. Die Erzählung ist durchaus spannend, hat aber streckenweise zu viel von allem und wirkt nicht wirklich rund. Barbara Auer verhindert mit ihrem Gefühl für die passende Nuancen das Abgleiten des Stoffes, denn manche Wendungen, manche Facetten der Erzählung sind scharf an der Grenze zum Kitsch. Insgesamt ist das Hörbuch leichte Unterhaltung, die auch "Hörbuchanfängern" empfohlen werden kann. Für Büchereien geeignet.
Leoni Heister
rezensiert für den Borromäusverein.
Der japanische Liebhaber
Isabel Allende. Gelesen von Barbara Auer
Der Hörverl. (2015)
6 CD (ca. 428 Min.)
CD