Mit dem Sturm um die Wette rennen
Obwohl sich bereits ein Unwetter zusammenbraut, ziehen Bruder und Schwester gemeinsam los Richtung Meer. Sie genießen die Vorzeichen des Sturms: den aufkommenden Wind, das zunehmende Grau des Himmels, die tosenden Wellen und die spritzende Gischt.
Alles ist faszinierend und unheimlich zugleich. Die beiden Kinder wollen dieses Gefühl so lange wie möglich auskosten. Sie wägen sich an der Hand des anderen in Sicherheit. Doch der Sturm kennt keine Gnade. Mit einem Wolkenbruch, Blitz und Donner jagt er den Geschwistern so viel Angst ein, dass sie irgendwann doch auf dem schnellstmöglichen Weg nach Hause laufen. Wie schön, dass dort ein erleuchtetes Fenster, Handtücher, trockene Kleidung und eine besorgte Mutter auf sie warten. Der Sturm tobt weiter ums Haus, doch hier fühlen sich die Kinder geschützt und geborgen. Und nach dem Sturm kommt ein neuer Morgen ... – Die poetische Sprache und die bildgewaltigen, die Geschichte dominierenden Illustrationen lassen den Sturm wahrhaft lebendig werden. Ein sehr ästhetisch gestaltetes Bilderbuch mit atmosphärischer Dichte. – Für jeden Bestand empfohlen!
Elisabeth Brendel
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mit dem Sturm um die Wette rennen
Brian Floca ; illustriert von Sydney Smith ; aus dem Englischen von Bernadette Ott
Aladin (2026)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4