Ein Apfel für den Weihnachtsmann
Wer statt Weihnachtsmann lieber Vorfahrt für Nikolaus und Christkind hätte, wird dieses Buch nicht anschaffen. Für die anderen ist es ein nettes Bilderbuch, dessen Bebilderung angesichts der Kürze der Geschichte recht anspruchsvoll ausgefallen
ist, ebenso wie das Spiel mit dynamischen Textelementen. Nora schreibt mit Papas Hilfe ihren Wunschzettel an den Weihnachtmann und überlegt, auf welchen Weg der Weihnachtsmann diesen wohl bei ihr abholt. Alle Möglichkeiten münden in der Vermutung, dass der Weihnachtsmann bei seinem Eintreffen sicher hungrig sei. Deswegen legt sie einen Apfel zu ihrem Brief mit dem Wunschzettel und erblickt am nächsten Morgen, dass der Apfel bis auf einen kleinen Rest aufgegessen ist. Bebildert ist diese Geschichte mit jeweils einzelne Aspekte aufgreifende Buntstift- und Kreidezeichnungen, die vom Weihnachtsmann immer nur die Füße zeigen und so Raum für Phantasie lassen, aber auch recht viel Transferleistung zum Verstehen erfordern. Insgesamt wenig überzeugend.
Annette Jantzen
rezensiert für den Borromäusverein.
Ein Apfel für den Weihnachtsmann
Hildegard Müller
Aladin (2013)
Bilderbücherei
[12] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3