Triest genießen
Wer nach Triest fährt, bleibt zwar in Italien, empfindet aber zugleich noch spürbar den Hauch der alt-österreichischen k.u.k.-Zeit, der sich hier zudem mit Anklängen aus Slowenien vermischt. Triest genießen bedeutet: Kaffeehauskultur wie in Wien,
bodenständige italienische Küche und Balkan-Spezialitäten wie Cevapcici und Gulasch. Die geografische, kulturelle und kulinarische Sonderstellung macht den Reiz dieser Stadt aus. Sievers, der sich in gleicher Weise schon im Friaul umgesehen hat, liefert auch in diesem Buch eine gelungene Mischung aus kulturhistorischen Hintergründen und Rezepten, die den Charakter Triests widerspiegeln. In der Abfolge hält er sich an ein umfangreiches italienisches Essen mit Antipasti, Risotti und Pastagerichten, als Hauptspeisen entweder ausgiebig Fische und Meeresfrüchte oder Fleischgerichte jedweder Art, zuletzt natürlich süße Desserts. Alle etwa 200 Rezepte sind, auch was die Zubereitung betrifft, ausführlich beschrieben und sicherlich leicht nachkochbar. Viele von ihnen wurden mit Fotos versehen. Wer, angeregt durch die atmosphärisch ansprechenden Fotos und die feinen Rezepte, Appetit auf Triest bekommen hat und der Stadt selbst einen Besuch abstatten möchte, der erhält im Anhang noch eine Menge an Tipps für orts- und landestypische Lokale. - Ab mittleren Beständen sehr zu empfehlen!
Josef Schnurrer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Triest genießen
Gerd Wolfgang Sievers
Brandstätter (2011)
159 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.