Und nehmen was kommt
Monika, aufgewachsen in einer Lehmhütte in der Slowakei und verlassen vom Vater, muss als 9-jährige, zusammen mit ihrem Bruder und der Mutter nach Tschechien ziehen, wo sie bei einem gelähmten Reichen leben. Die Sicherheit der Familie währt jedoch
nicht lange: Nach dem Tod des Gelähmten beginnt die Mutter zu trinken, die Kinder kommen in ein Heim. Völlig entwurzelt und auf das Leben kaum vorbereitet, verlässt Monika mit 18 das Heim - und endet als Hure auf der Straße. In ihrer Verzweiflung greift sie immer öfter zu Drogen, bis sie eines Tages einen Mann kennenlernt, der ihr mit viel Geduld und Zuneigung eine neue Perspektive bietet. In diesem Buch geht es nicht allein um den Weg eines jungen Mädchens in die Prostitution, sondern auch um die wegen ihrer fremden Sprache, Kultur und Hautfarbe nicht nur in Österreich diskriminierten Sinti und Roma. Für Büchereien mit Lesern gesellschaftskritischer Romane.
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Und nehmen was kommt
Ludwig Laher
Haymon (2007)
206 S.
fest geb.