Wenn Pinguine Tango tanzen
Die Flamingos Hermann und Klara sind seit vielen Jahren ein glückliches Paar, bis sich Hermann eines Tages in eine Tüpfelhyäne verguckt. Die enttäuschte Klara verlässt wütend und traurig den heimischen See und landet am Ende der Welt, wo merkwürdige,
flugunfähige Vögel sich im Eis tummeln. Wir ahnen es längst, Klara ist am Südpol gelandet und sucht hier einen Ort, wo sie Wut und Kummer begraben kann. Pinguin Alfredo weiß eine Lösung, die mit Mistgabeln zu tun hat, aber am Ende tanzen Pinguine Tango. Ob das bei Hermann auch funktioniert? - Eine wirklich originelle Idee liegt diesem mit kräftigem Strich und zarten Farben illustrierten Bilderbuch zugrunde. Wer weiß schon, dass Mistgabeln am Südpol sehr beliebt sind? Und so ist es nur logisch und konsequent, dass aus der enttäuschten Liebe von Hermann und Klara letztlich noch etwas Gute erwächst. Klara hat gelernt, mit ihren Gefühlen umzugehen und dazu zu stehen, wenn auch auf sehr unkonventionelle Art. - Eine witzige, ungewöhnliche, aber auf Kinder zugeschnittene Geschichte wurde hier effektvoll in Szene gesetzt und ist daher für Büchereien durchaus brauchbar.
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Wenn Pinguine Tango tanzen
Susanne Vettiger ; Renate Habinger
Wiener Dom-Verl. (2011)
[22] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4