Die geteilte Sonne

Lexi und Girgis sind wie zwei Hälften einer Sonne, zusammen strahlen die Geschwister. Doch dies ändert sich, als ihnen im Urlaub bei ihrer Oma in Alexandria während eines koptischen Gottesdienstes ein Unglück widerfährt: Girgis wird bei einem Die geteilte Sonne Bombenattentat verletzt. Das Grundgerüst des Romans wird vermutlich nur in größerem Einzugsbereich einer Bücherei mit entsprechenden Besuchern reibungslos funktionieren. Das eigentliche Thema, die Schuldgefühle Lexis, sie war kurz vor dem Attentat mit ihrer Mutter bereits wieder nach Hause gefahren und hatte ihren großen Bruder im Stich gelassen, sowie ihr Gefühl des Ausgeschlossenseins, da sich alles um den traumatisierten Bruder dreht und niemand mit der achtjährigen Tochter spricht, sind jedoch auch auf andere Schicksalsschläge übertragbar. Da die religiösen Aspekte eher im Hintergrund mitschwingen als sensibles Buch über traumatische Erlebnisse durchaus empfohlen, am liebsten jedoch mit einem Erwachsenen im Hintergrund, der die gewiss auftretenden Fragen zu beantworten weiß.

Antonia Mentel

Antonia Mentel

rezensiert für den Borromäusverein.

Die geteilte Sonne

Die geteilte Sonne

Kerstin Kugler ; Annette von Bodecker-Büttner
Picus-Verl. (2015)

95 S. : zahlr. Ill.
fest geb.

MedienNr.: 581462
ISBN 978-3-85452-180-8
9783854521808
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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